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Seminar Bauhandwerkersicherung begeistert





Die exzellente Refentin, Frau Rechtsanwältin Vanessa Bollenbach, gab einen umfassenden Überlick zufolgende Bereichen:

Einführung und bisherige Rechtslage, Anspruchvoraussetzungen des § 650 f BGB, Sicherungsarten und deren Kosten, Rechtsfolgen einer Sicherungsverweigerung, u.v m.


1)  Wohl kaum ein Thema wird in der Realität der Bauabwicklung so unterschätzt, wie das Thema Bauhandwerkersicherheit. Dabei handelt es sich hierbei um viel mehr als nur eine theoretische juristische Konstruktion. Die Bauhandwerkersicherung gewährt dem Unternehmer nicht nur eine effektive Sicherung seiner Ansprüche auf Vergütung, sondern mildert dabei vor allem das Risiko aus der grundsätzlich bestehenden Vorleistungspflicht. Gleichzeitig setzt der Unternehmer den Auftraggeber unter Druck, kann unter Umständen Rückschlüsse auf dessen finanzielle Ausstattung ziehen und sogar bei Sicherungsverweigerung hierauf eine Kündigung des geschlossenen Bauvertrags stützen. Auch für Bauverträge, die ab dem 01.01.2018 im Geltungsbereich des neuen Bauvertragsrechts geschlossen werden, gilt das ursprünglich in § 648a BGB geregelte Recht weiter, ist nun allerdings unter einer anderen „Hausnummer“ zu finden – nämlich unter § 650f BGB. Die Voraussetzungen, unter denen der Unternehmer hiernach Sicherheit verlangen kann, haben sich dabei nicht grundsätzlich geändert. Geändert hat sich allerdings der Anwendungsbereich. Bauhandwerkersicherung darf dann nicht verlangt werden, wenn der Auftraggeber Verbraucher ist und es sich bei dem abgeschlossenen Vertrag um einen Verbraucherbauvertrag gemäß § 650i BGB oder um einen Bauträgervertag gemäß § 650u BGB handelt.

 

 

 

 






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